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Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Die Kuoni Reisen Holding AG (Konzernmuttergesellschaft) hat ihren Sitz in Zürich. Die Konzernrechnung per 31. Dezember 2011 umfasst die Kuoni Reisen Holding AG sowie sämtliche Tochtergesellschaften (Kuoni-Gruppe) und ihre Anteile an assoziierten Unternehmen. Kuoni ist einer der führenden Reiseveranstalter Europas und tätig in den Bereichen Ferienreisen und Destination Management. Die Konzernrechnung wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Basis für die Erstellung

Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken (CHF) präsentiert, gerundet auf die nächsten Tausend. Die Konzernrechnung basiert auf historischen Anschaffungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und der «zur Veräusserung verfügbar » klassierten Wertschriften und Finanzanlagen, die zu Verkehrswerten bewertet werden. Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden zum niedrigeren von Buchwert und Verkehrswert abzüglich Verkaufskosten bilanziert.

Die Erstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Beurteilungen, Annahmen und Einschätzungen, welche die Anwendung von Grundsätzen sowie die Bilanz- und Erfolgsrechnungswerte beeinflussen. Die effektiven Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. Kritische Einschätzungen des Managements bei der Anwendung von IFRS, die einen signifikanten Einfluss auf die Rechnungslegung haben, sowie Unsicherheiten in Schätzungen sind separat erläutert. Die Rechnungslegungsgrundsätze wurden in allen offengelegten Perioden dieser Konzernrechnung mit den nachstehenden Ausnahmen angewendet.

Einführung der neuen und revidierten Standards

Die Kuoni-Gruppe wendet die folgenden neuen und geänderten Standards und neuen Ausführungsbestimmungen mit Wirkung ab 1. Januar 2011 an:

Revidierte Standards:
  • IAS 24 Angaben über Beziehungenzu nahestehenden Unternehmenund Personen
  • IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellungdes Abschlusses (Klassifizierungvon Bezugsrechten)
  • IAS 27: Konzern- und separate Einzelabschlüssenach IFRS
Neue Ausführungsbestimmungen:
  • IFRIC 14 Vorauszahlung von Mindestfinanzierungsanforderungen
  • IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mittels Eigenkapitalinstrumente
  • Jährlich Änderungen von IFRS (Mai 2010)

Aus der Anwendung der neuen oder geänderten Standards und Interpretationen haben sich keine Auswirkungen auf die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung ergeben.

Zukünftige Änderungen der IFRS

Die Kuoni-Gruppe untersucht gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der verabschiedeten, aber erst später in Kraft tretenden, revidierten und neuen Standards und Ausführungsbestimmungen.#

Von den neuen und revidierten Standards und Ausführungsbestimmungen erwartet die Kuoni-Gruppe – mit Ausnahme von IAS 19 – keine bedeutenden Auswirkungen auf die bisherigen Ergebnisse und die finanzielle Lage der Gruppe, jedoch werden sie sich auf Transaktionen auswirken, die am oder nach dem 1. Januar 2012 vollzogen werden. Dies betrifft insbesondere:

Die Änderungen zu IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» sind ab dem 1. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden. Aus der bisherigen Analyse erwartet das Management folgende Auswirkungen auf die Konzernrechnung:

Künftig sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die bisherige Möglichkeit der zeitverzögerten Erfassung nach der sogenannten Korridormethode ist nicht mehr erlaubt. Danach wurden diese Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst, soweit sie 10 Prozent des höheren Betrages von Vermögen und Vorsorgeverpflichtung des Vorjahres überschritten. Per 31. Dezember 2011 betragen die nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste CHF 47 Mio. Es wird deshalb eine höhere Volatilität der Personalvorsorgeaktiven/ Personalvorsorgeverpflichtungen und des konsolidierten Eigenkapitals erwartet. Weiter ist die Verzinsung des Planvermögens nicht mehr aufgrund der erwarteten Vermögenserträge basierend auf der Allokation der Vermögenswerte zu schätzen, sondern die Verzinsung erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes. Der Netto-Vorsorgeaufwand der Kuoni- Gruppe wäre aufgrund der neuen Bestimmungen im Geschäftsjahr 2011 um rund CHF 2.7 Mio. höher ausgefallen.

Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die die Kuoni Reisen Holding AG kontrolliert. Kontrolle bedeutet die Möglichkeit der direkten oder indirekten Beherrschung der finanziellen und operativen Geschäftspolitik einer Gesellschaft, um aus ihrer Tätigkeit Nutzen ziehen zu können. Dies ist der Fall, wenn der Konzern bei Gesellschaften über mehr als 50% der Stimmrechte verfügt oder bei denen die Geschäftsleitung vertraglich zugesichert ist oder de facto ausgeübt wird. Im Laufe des Berichtsjahres erworbene Gesellschaften werden ab dem Datum der Übernahme der Kontrolle und alle verkauften Gesellschaften bis zum Datum der Übergabe der Kontrolle an den Käufer in die konsolidierte Rechnung einbezogen. Käufe von Minderheitsanteilen werden erfolgsneutral erfasst.

Es wird die Vollkonsolidierungsmethode angewendet, wobei sämtliche Aktiven, Verbindlichkeiten, Aufwände und Erträge der Tochtergesellschaften in die Konzernrechnung übernommen werden. Der Anteil von Drittaktionären am Konzerneigenkapital und am Konzernergebnis wird gesondert als Minderheitsanteile ausgewiesen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die Gruppe massgeblichen Einfluss ausüben kann, aber keine Beherrschung hinsichtlich der Finanz- und Geschäftspolitik hat. Die konsolidierte Jahresrechnung berücksichtigt die Anteile der Gruppe an den ausgewiesenen Gewinnen und Verlusten der assoziierten Gesellschaften aufgrund der Equity-Methode vom Beginn des massgeblichen Einflusses bis zu dessen Ende. Der Anteil an den Verlusten wird grundsätzlich bis zur Reduktion des Buchwertes auf null erfasst, es sei denn, die Gruppe habe sich auch zur Übernahme von über den Buchwert hinausgehenden Verlusten verpflichtet.

Konzerninterne Transaktionen und Beziehungen

Alle konzerninternen Transaktionen und Beziehungen, inklusive unrealisierter Zwischengewinne und -verluste auf konzerninternen Transaktionen, werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Fremdwährungs-transaktionen

Transaktionen in Fremdwährungen werden mit dem Tageskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Die in Fremdwährung gehaltenen monetären Aktiven und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die in Fremdwährung gehaltenen nicht monetären Aktiven und Verbindlichkeiten werden zum historischen Transaktionskurs umgerechnet. Zum Marktwert bewertete, in Fremdwährung denominierte, nicht monetäre Aktiven und Passiven werden zum Fremdwährungskurs zum Zeitpunkt der Marktwertbestimmung umgerechnet. Die aus dieser Umrechnung entstehenden Gewinne und Verluste fliessen in die Erfolgsrechnung ein.

Konsolidierung ausländischer Konzerngesellschaften

Die Konzer nrechnung w ird in Schweizer Franken (CHF) präsentiert. Die Jahresrechnungen der ausländischen Gesellschaften werden in den entsprechenden funktionalen Währungen erstellt. Aktiven und Verbindlichkeiten (inklusive Goodwill und Verkehrswertanpassungen) von ausländischen Gesellschaften werden zum Jahresendkurs in CHF umgerechnet. Aufwendungen und Erträge sowie Geldflüsse werden zu gewichteten Durchschnittskursen umgerechnet. Die Fremdwährungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften werden in den Konzernreserven erfasst.

Nettoerlös

Der Konzern erbringt vielfältige Reisedienstleistungen. Der Umsatz aus Reisedienstleistungen wird zu jenem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, an dem Nutzen und Gefahr im Wesentlichen auf den Kunden übergehen. Diese Bedingung ist normalerweise am Abreisetag respektive bei der Aktivität Destination Management am Ankunftstag erfüllt.

Der Konzernumsatz umfasst die Nettoerlöse (nach Abzug von Verkaufssteuern bzw. Mehrwertsteuern, Rabatten und Kommissionen) aus dem Veranstaltergeschäft sowie die erhaltenen Kommissionen aus dem Vertrieb von Ferienreisen.

Leistungen an Arbeitnehmer

Löhne, Gehälter, Beiträge an Sozialversicherungen, bezahlte Ferien und Abwesenheiten infolge Krankheit, Gratifikationen und nicht monetäre Leistungen werden zeitanteilig in dem Jahr ausgewiesen, in dem die betreffenden Leistungen von den Mitarbeitenden der Kuoni-Gruppe erbracht wurden. Werden von Kuoni langfristige Leistungen erbracht, dann werden die Kosten entsprechend den von den begünstigten Mitarbeitenden zu erbringenden Leistungen abgegrenzt und die Verbindlichkeiten des Konzerns zur Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes, sofern die Auswirkungen wesentlich sind, diskontiert.