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Division Outbound Europe

Die Division beinhaltet die Reiseveranstalteraktivitäten der Kuoni- Gruppe (Kuoni/Apollo) mit mehrheitlich direktem Kundenkontakt (B2C) in Europa. Die Division wurde 2011 im Rahmen der neuen Konzernstruktur geschaffen. Sie entspricht einer weiteren Bündelung der Kräfte im europäischen Reiseveranstaltergeschäft. Die Division beinhaltet die Einheiten Outbound Nordic und Outbound Kuoni Europe. Zu Outbound Nordic zählen die Märkte Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland sowie die skandinavische Ferienfluggesell- schaft Novair und das Sport- und Familienresort Playitas auf Fuerteventura. Outbound Kuoni Europe beinhaltet die Quellmärkte Schweiz, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Benelux (Niederlande und Belgien).

Ebenfalls ein integrierter Teil dieser Division ist die Einkaufs- und Produktionseinheit (P&P). Sie ist für den koordinierten und gemeinsamen Einkauf aller Landleistungen (Hotels, Transfers und weitere Dienstleistungen an den Zieldestinationen) zuständig, die in den einzelnen Märkten, verbunden mit lokalen Flugmöglichkeiten, angeboten werden. P&P besteht aus den drei Hubs Zürich, Stockholm und Dorking (Grossbritannien).

Zu dieser Division gehört auch die Online- und Mobile-Einheit, die alle lokalen Internetseiten der Märkte betreibt und weiterentwickelt sowie weitere moderne mobile Technologien zum Verkauf von Reiseprodukten einsetzt.

Die Einheiten Outbound Nordic und Outbound Kuoni Europe widerspiegeln das traditionelle Reiseveranstaltergeschäft. Dieses Geschäft entspricht 36% des Nettoerlöses der Kuoni-Gruppe.

Kuoni tritt in West- und Südeuropa weitgehend mit der Marke Kuoni auf. In allen Ländern werden zusätzlich noch Untermarken je nach Qualität, Ausrichtung und Kundensegment angeboten. In Nordeuropa ist Apollo eine der führenden Marken. In allen Märkten werden gemäss der Strategie, des Geschäftsmodells und der Ausrichtung auf die Kundensegmente entsprechende Reisen angeboten. In Zusammenarbeit mit der Einkaufs- und Produktionseinheit werden die Produkteportfolios definiert. Dabei wird eine grösstmögliche Überschneidung der Produkte angestrebt, um durch grössere Volumen in Hotels günstigere Vertragskonditionen aushandeln zu können. Die verschiedenen ausgehandelten Einkaufspreise stehen den einzelnen Märkten für ihre Produkte zur Verfügung. Sie entscheiden über die Kalkulation der Endpreise und vervollständigen die Reiseprodukte gemäss den Kundenbedürfnissen in ihren lokalen Märkten. Je nach ihrer Ausrichtung und ihrem Geschäftsmodell verknüpfen die Kuoni- und Apollo- Länderorganisationen diese Landleistungen individuell mit Flügen aus den globalen Reservationssystemen oder sie fügen diese mit vorab eingekauften Sitzplätzen verschiedener Fluggesellschaften zu Pauschalreisepaketen zusammen.

Reiseveranstalter verdienen ihr Geld einerseits durch Margen, die zum Einkaufspreis auf Flug- und/oder Hotelleistungen gerechnet werden, und andererseits durch Buchungsgebühren für andere Dienstleistungen.

Stehen die Reiseprodukte zum Verkauf bereit, haben die Märkte meist mehrere Verkaufskanäle zur Verfügung. Kuoni und Apollo fokussieren, je nach Markt, auf folgende Kanäle: Internet, Callcenter, mobile Geräte wie beispielsweise Smartphones, eigene Reisebüros und Reisebüros von Drittanbietern.

In der Division Outbound Europe beliefen sich per Ende 2011 die Anteile der Verkaufskanäle wie folgt: 24% im Internet, 9% in Callcenter, 23% in eigenen Reisebüros, 43% im Vertrieb ausserhalb Kuonis. Die Internetseiten der verschiedenen Marken dienen als Informations- und Buchungsplattform. Gedruckte Reisekataloge werden nach wie vor zur Inspiration und Beratung der Kunden genutzt. In einigen Märkten werden Kataloge zusätzlich elektronisch für Tablet-Computer (z. B. iPad) angeboten.

Internet: Kuoni/Apollo betreibt in allen Märkten eigene Internetseiten und verfügt so im Netz über den direkten Kundenkontakt. Den höchsten Anteil verzeichnet Skandinavien mit 55%. In der Schweiz beträgt der Anteil rund 10%, in Grossbritannien 12%.

Callcenter: Hier buchen Konsumenten direkt telefonisch Produkte, die sie entweder in einem Katalog oder im Internet gesehen haben. In Märkten mit Drittanbietern (externe Reisebüros) kann der Verkauf auch B2B über ein Callcenter direkt beim Reiseveranstalter erfolgen.